Familienbeihilfe (erhöhte) und Erwerbseinkommen

Ausgangslage:

KlientIn, Rollstuhlfahrer, 23 Jahre. Möchte geringfügig in einem Kindergarten arbeiten. 

Anliegen:

Könnte durch die Aufnahme der geringfügigen Beschäftigung die erhöhte Familienbeihilfe oder das Pflegegeld verloren gehen?

Informationsweitergabe:

zur erhöhten Familienbeihilfe:

Wurde eine dauernde Erwerbsunfähigkeit festgestellt, besteht kein Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe, wenn in einem Kalenderjahr die Zuverdienstgrenze von € € 15.000 (ab Kalenderjahr 2020) überschritten wurde.

Hinweis zu Zuverdienstgrenzen: Kalenderjahre 2011 - 2019: € 10.000; Kalenderjahre 2008 - 2010: € 9.000; vorher: € 8.725

Es ist jener Betrag zurückzuzahlen, um den der Grenzbetrag überschritten wurde. Wenn das Einkommen in einem darauffolgenden Kalenderjahr unter der Zuverdienstgrenze von € 15.000 (ab Kalenderjahr 2020; bis 2019: € 10.000 liegt), lebt der Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe wieder auf. In diesem Fall ist ein neuer Antrag auf Familienbeihilfe beim zuständigen Finanzamt zu stellen.

Im vorliegenden Fall würde durch die Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung die Einkommensgrenze nicht überschreiten und daher der Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe nicht verloren gehen.

zum Pflegegeld:

Das Pflegegeld wird durch die Aufnahme einer (geringfügigen) Beschäftigung nicht berührt, weil ein Anspruch auf die Gewährung von Pflegegeld unabhängig vom Einkommen und Vermögen der betreffenden Person besteht.

Stand: 1.12.2021