Pressegespräch: Behindertenanwaltschaft und Down-Syndrom Österreich

Personen am Podium der Pressekenferenz

Anlässlich des heutigen #WeltDownSyndromTag luden Hansjörg Hofer, Behindertenanwalt, und Johanna Ortmayr, Präsidentin von Down-Syndrom Österreich, zur Pressekonferenz.

Johanna Ortmayr betonte, es sei wichtig dass den Menschen mit Down-Syndrom zugehört werde und sie ernst genommen werden. Insgesamt gehe es um Gleichberechtigung und Selbstbestimmung (so ist es auch in der UN-Konvention für MmB festgehalten) - in allen Lebensbereichen: wobei sie spezielle die Themen "Liebe und Beziehung", Gesundheit und Wohnen ansprach. Zudem wünschen sich Menschen mit Down-Syndrom mehr Jobs am 1. Arbeitsmarkt mit "echter" Bezahlung und nicht nur Taschengeld.

Behindertenanwalt Hofer betonte, Taschengeld entspreche nicht der UN-Konvention und forderte erneut sozialversicherungsrechtliche Gleichstellung - dies sei durch eine gesetzliche Regelung leicht möglich, wenn der politische Wille vorhanden wäre. Hansjörg Hofer wies auch auf die Diskriminierung von Menschen mit Down-Syndrom bei Versicherungen hin: bei privaten Kranken-Versicherungen gebe es entweder Ablehnungen oder exorbitante Zuschläge, die durch nichts gerechtfertigt seien. Hofer forderte zum Abbau von Barrieren in den Köpfen auf und rief dazu auf, die Fähigkeiten und nicht die Defizite von Menschen mit Behinderungen zu sehen.