COME-IN! im Museum Arbeitswelt Steyr

Museum Arbeitswelt Steyr

Museum Arbeitswelt Steyr

Das Museum Arbeitswelt Steyr ist das erste Arbeitsmuseum Österreichs, das mit der oberösterreichischen Landesausstellung „Arbeit/Mensch/Maschine -  Der Weg in die Industriegesellschaft” 1987 ins Leben gerufen wurde. Die Idee zu einem Arbeitsmuseum wurde von den englischen Industriemuseen abgeleitet und von den oberösterreichischen Arbeitnehmerorganisationen initiiert. Für diesen Zweck konnten zwei Fabriksgebäude der ehemaligen Hack-Werke erworben und renoviert werden. Die Hack-Werke hatten dort die Tradition der Messer- und Besteckerzeugung fortgeführt. Vor den Hack-Werken gehörten die Gebäude zur Steyr-Daimler-Puch-AG. Errichtet wurden die beiden historischen Fabriksgebäude im 19. Jahrhundert von der Österreichischen Waffenfabriksgesellschaft.

Das Museum setzt sich mit den historischen Kräften des Wandels auseinander und macht so auch die zukünftige Veränderbarkeit der Arbeitswelt erfahrbar. Der große Publikumserfolg veranlasste die Betreiber, das Museum als Dauereinrichtung zu etablieren. Zwischenzeitlich widmet sich das Museum verschiedensten gesellschaftlich relevanten Themen und stellt dabei immer den Menschen in den Mittelpunkt. So befasste man sich mit der Arbeitsmigration ebenso wie mit der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. 2017 vermittelt man die Geschichte des Sozialsystems in Österreich und mit der Ausstellung „Hotel Global“ wird Kindern die Globalisierung nähergebracht.

Barrierefreiheit stand schon früh im Fokus des Museums, das für mobilitätseingeschränkte Menschen barrierefrei zugänglich ist. Man möchte allerdings das Qualitätsmerkmal umfassender Barrierefreiheit für sich beanspruchen und plant weitreichende Maßnahmen in der barrierefreien Wegleitung sowie der Zugänglichkeit der Ausstellung für Personen mit Seh- bzw. Hörbeeinträchtigungen sowie intellektuellen oder sprachlichen Einschränkungen. Ausstellungstexte sollen in leichter Sprache verfasst und den sprachlichen Anforderungen verschiedener Gruppen gerecht werden. Ein derart ambitioniertes Vorhaben lässt sich nur mit Fördermitteln und EU-Geldern realisieren, weshalb man sich zur Beteiligung am Projekt COME-IN! entschloss.

COME-IN! steht für „Cooperating for Open access to Museums – towards a widEr INclusion“ (Übersetzung: Kooperation für freien Zugang zu Museen zur Steigerung von Inklusion) und wird vom EU-Programm INTERREG gefördert. Der ÖZIV Bundesverband ist Projektpartner von COME-IN! wie auch viele andere Organisationen und Museen aus sieben EU-Ländern - Italien, Slowenien, Polen, Kroatien, Deutschland und Österreich. COME-IN! möchte das zentraleuropäische kulturelle Erbe durch eine Steigerung von Barrierefreiheit einer breiteren Zielgruppe und damit auch Menschen mit Behinderungen zugänglich machen. Ein „COME-IN!-Label“ soll inklusive Kulturveranstaltungen und Kulturinitiativen in der gesamten EU kennzeichnen.

Das Museum Arbeitswelt hofft, mit diesem internationalen Projekt nicht nur umfassende Barrierefreiheit zu schaffen, sondern auch neue Netzwerke und Synergien mit Verbänden und Museen zu knüpfen und damit über die eigenen thematischen und nationalen Grenzen zu blicken. Mit der neuen Dauerausstellung im Jahr 2018 sollen die Maßnahmen zur barrierefreien Umgestaltung umgesetzt werden. Die Webseite wird bereits ab dem Frühjahr 2017 barrierefrei zugänglich sein.

Die neue Dauerausstellung mit dem Titel „Arbeit 1.0 bis 4.0 – Eine Geschichte der menschlichen Möglichkeiten“ widmet sich der zunehmenden Digitalisierung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen. Hoffnungen und Risiken für Menschen und Gesellschaft werden ebenso beleuchtet, wie die Bedeutung der Digitalisierung für Demokratie und Staat. Die Eröffnung findet im Mai 2018 statt.

Das Museum Arbeitswelt Steyr freut sich auf Ihren Besuch! Wehrgrabengasse 7, A-4400 Steyr, http://www.museum-steyr.at/