PEG-Sondenernährung

Gesetzliche Grundlagen

  • Bundespflegegeldgesetz (BPGG)
  • Einstufungsverordnung zum BPGG — EinstV, § 1 Abs 4 (idF BGBl. II Nr. 469/2008)

Zuordnung der Sondenernährung zur Pflege

Die Tätigkeit der Durchführung von „Sondenernährung bei liegender Magensonde“ stellt keine Leistung der medizinischen Hauskrankenpflege dar. Das Legen einer Magensonde über die Nase fällt hingegen in den Tätigkeitsbereich des gehobenen Dienstes nach § 15 Abs 5 Z 7 GuKG (Gesundheits- und Krankenpflegegesetz).

Zeitaufwand für Sondenernährung

Seit der Novelle zum BPGG (BGBl I Nr. 128/2008) und zur EinstV (BGBl II Nr. 469/2008) - in Kraft mit 1.1.2009 - gilt:

Bei bei liegender PEG-Sonde und erforderlicher Hilfe durch eine dritte Person sind folgende Betreuungsmaßnahmen zu berücksichtigen:

  • das Zubereiten der Mahlzeiten (auch bei zur Verfügung gestellter fertiger Sondennahrung) im Ausmaß von 1 Stunde täglich (dh 30 Stunden monatlich)
  • die Einnahme der Mahlzeiten im Ausmaß von 1 Stunde täglich (dh 30 Stunden monatlich)
  • die Sondenpflege im Ausmaß von 10 Minuten täglich (dh 5 Stunden monatlich)

Dies ergibt in Summe einen Gesamtzeitwert von 65 Stunden monatlich. Damit sind alle erforderlichen Verrichtungen bei liegender Sonde inkludiert. Davon nicht umfasst ist hingegen der Pflegebedarf für das Einnehmen von Medikamenten (dh 3 Stunden monatlich).

Quelle

  • Greifeneder/Liebhart: Handbuch Pflegegeld². Wien: Manz 2008, Rz 400ff

Stand: 14.7.2009