Krankenversicherungspflicht von Auslandspensionen aus der EU

Gesetzliche Grundlage

  • EU-Verordnung Nr. 883/2004 und Nr. 987/2009

Bisherige Rechtslage

Personen, die neben einer österreichischen Pension eine Pension aus dem Ausland beziehen, müssen nur für die österreichische Pension einen Krankenversicherungsbeitrag bezahlen. Der Krankenversicherungsbeitrag von der österreichischen Pension in Höhe von 5,1% wird direkt vom pensionsauszahlenden Träger (zB PVA) einbehalten.

Neue Rechtslage mit 1. Mai 2010

Von Beziehern einer österreichischen Pension,

  • die in Österreich krankenversichert sind und
  • neben ihrer österreichischen Pension eine staatliche Pension aus einem anderen Mitgliedstaat der EU beziehen,

wird rückwirkend mit 1.5.2010 ein Krankenversicherungsbeitrag von der staatlichen Auslandspension eingehoben.

Diese Regelung gilt nicht für Pensionen aus Pensionskassen, Firmenpensionen oder Pensionen aus privaten Vorsorgesystemen.

Die Höhe des Krankenversicherungsbeitrags beträgt monatlich 5,1% des Bruttobetrags der Auslandspension.

Im September 2010 erhalten die Betroffenen ein Schreiben von ihrem Krankenversicherungsträger, in dem sie aufgefordert werden, die Höhe ihrer Auslandspension bekanntzugeben und entsprechende Nachweise vorzulegen. Es erfolgt dann eine Nachverrechnung der Beiträge ab 1.5.2010.

TIPPS!

  • Rückfragehinweise beim zuständigen Krankenversicherungsträger, zB beim WGKK Servicetelefon 050 124-4211 (Mo — Fr 7.00 — 17.00 Uhr)
  • Informationen auf der Homepage des zuständigen Krankenversicherungsträgers, zB zB auf www.wgkk.at (Pfad: Leistungen — Versicherungsschutz — Krankenversicherungspflicht von EU-Auslandspensionen)

Stand: 13.8.2010