Mobilitätsförderungen des Sozialministeriumservice

Gesetzliche Grundlagen:
  • Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG), § 6 Abs 2 lit f
  • BMASK Richtlinien Individualförderungen zur Beruflichen Eingliederung von Menschen mit Behinderung, GZ: 44.101/0037-IV/A/6/2012 - gültig ab 1.7.2012
  • NEU! BMSGPK Richtlinie Arbeit und Ausbildung für eine barrierefreie Arbeitswelt zur Unterstützung der Beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen - kurz: RL Arbeit und Ausbildung; gültig ab 1.1.2022

Das Sozialministeriumservice kann zB Förderungen für ein Orientierungs- und Mobilitätstraining und zur Anschaffung eines Assistenzhundes gewähren.

Orientierungs- und Mobilitätstraining

(geregelt in RL Arbeit und Ausbildung, § 15 Schulungskosten)

Die Kosten für ein Orientierungs- und Mobilitätstraining können insoweit übernommen werden, als diese behinderungsbedingt notwendig zur Beruflichen Teilhabe sind und nachweislich nicht von anderen Stellen getragen werden.

Ferner können ein Orientierungs- und Mobilitätstraining, ein Training zur Erlangung von Kommunikations- und lebenspraktischen Fähigkeiten gefördert werden, sofern diese Schulungen zum Antritt oder zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit unbedingt notwendig erscheinen. Auch eine Förderung zur Erlangung der Lenkerberechtigung (Führerschein) ist möglich.

Förderbarer Personenkreis:

  • Personen mit einem GdB von mindestens 50% und auf Grund der Art oder des Ausmaßes ihrer Beeinträchtigung ohne Unterstützungsangebote eine Arbeitsplatz nicht erlangen oder beibehalten können.
  • Status "begünstigt behindert" ist nicht erforderlich, Behindertenpass ist auch ausreichend

Auch Jugendliche mit Lernschwierigkeiten oder sozialen/emotionalen Beeinträchtigungen, bis zum vollendeten 24. Lebensjahr, deren Auswirkungen zumindest mit 30% GdB eingeschätzt wurden, können gefördert werden.

Antragsformular siehe: Arbeit und Ausbildung (sozialministeriumservice.at)

Anschaffung eines Assistenzhundes

(Punkt 9.2 der Richtlinie)

Förderungen zur Anschaffung eines Assistenzhundes (= Blindenführhung, Servicehund, Signalhund) für

  • Personen mit einem GdB von mindestens 50%
  • der Assistenzhund wird für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit zur Erhöhung ihrer Mobilität benötigt.

Die Antragstellung erfolgt beim Sozialministeriumservice. Kein Rechtsanspruch auf die Förderungen!


Förderhöhe für

  • Blindenführhunde max. € 30.000
  • Service- und Signalhunde max. € 10.000
  • Für nicht berufstätige Personen kann die Anschaffung eines Assistenzhundes aus dem Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung in Höhe von bis zu 6.000 Euro gefördert werden (Sozialministeriumservice)

Information "Assistenzhund"  auf Assistenzhund (oesterreich.gv.at)

Quellen:

Stand: 28.4.2022