"Barriere:freie Unternehmen"

Antragsberechtigt sind:

  • Unternehmen bis max. 49 Mitarbeiter*innen,
  • die ihre Beschäftigungspflicht zur Einstellung begünstigter Behinderter erfüllen bzw. die keiner Einstellungspflicht unterliegen und
  • die sich in keinem Insolvenzverfahren befinden.

Ausgenommen:

  • Bund, Länder, Städte, Gemeinden, ...
  • Gesetzliche Interessensvertretungen (Kammern)
  • Private Rechtsträger, die sich - auch über Holdingkonstruktionen - zur Gänze im Eigentum einer Gebietskörperschaft befinden oder als Stiftung oder Fonds zur Gänze von Gebietskörperschaften dotiert werden.
  • Gebietskörperschaften, deren Dienstnehmer*innen in einem ausgegliederten öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis oder in einem Vertragsbedienstetenverhältnis stehen.
  • Gebietskörperschaften und Körperschaften öffentlich Rechts sowie gesetzlich anerkannte Kirchen und Religionsgemeinschaften und deren Unternehmen
  • Gemeinnützige Einrichtungen, deren sonstige Kosten zur Gänze aus öffentlichen Mitteln getragen werden.

Gegenstand der Förderung:

  • Bauliche Vorhaben, die die barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit wesentlicher öffentlich zugänglicher Bereiche ermöglichen: z.B. Rampen, Eingangstüren, Einbau von Liften zur Personenbeförderung, ...
  • Nicht bauliche Vorhaben, die den Abbau von kommunikativen Barrieren fördern: z.B. barrierefreie Adaptierungen v. bestehenden Webseiten und Onlineplattformen, Induktionsschleifen,...

ausgeschlossen ist die Herstellung von Barrierefreiheit,

  • die aufgrund einer behördlichen Auflage zwingend vorgeschrieben wurde,
  • bei neu zu errichtenden Bauwerken (Neubauten, Generalsanierungen),
  • bei Maßnahmen, die nicht der jeweils geltenden ÖNORM entsprechen,
  • von neu gestalteten Webseiten.

Ausmaß der Förderung:

Die Förderung wird als einmaliger Kostenzuschuss in Form einer Pauschalabgeltung in Höhe von 25% der Gesamtkosten der getätigten und bereits saldierten Investitionen vergeben.
Die Investition muss zumindest in der Höhe von € 1.000,- getätigt werde.
Der maximal mögliche Kostenzuschuss beträgt € 2.500,- (bei Investitionen von € 10.000,- und mehr).

Förderwürdig sind nur jene Kosten(anteile), die in direktem Zusammenhang mit der Herstellung von Barrierefreiheit anfallen.

Die Vergabe der Förderung erfolgt chronologisch in der Reihenfolge des Vorliegens der vollständigen Unterlagen (first-come-first-serve Prinzip).

Eine Förderung ist dann nicht zu gewähren, wenn dasselbe Vorhaben im gleichen Umfang im Rahmen anderer öffentlicher Programme gefördert und bereits ausfinanziert wird.

Antragstellung:

Der Kostenzuschuss ist mittels eines auf der Homepage des Sozialministeriumservice zum Download bereitgestellten Antragsformulars einzureichen.
Die saldierten Rechnungen oder die Rechnungen und Zahlungsbestätigungen, aus denen die Kosten der Barrierefreiheit eindeutig hervorgehen, sind anzuhängen.

Der Antrag ist längstens 3 Monate nach Zahlungsdatum der zuletzt datierten und saldierten Rechnung unter Beilegung der Rechnung(en) einzubringen.

Für Maßnahmen im baulichen Bereich muss der/die Antragsteller/in die Einhaltung der ÖNORM B 1600 bis B 1603 bestätigen.

Für Investitionen, die nicht der ÖNORM-Reihe unterliegen, muss eine Beschreibung der Leistung, in der die Herstellung der Barrierefreiheit hinreichend klar beschrieben wird oder die Empfehlung einer Beratungsstelle oder Behindertenorganisation beigelegt werden.

Auf die Gewährung einer Förderung besteht kein Rechtsanspruch.

Inkrafttreten 01.01.2018

Quellen:

  • Sozialministeriumservice, Informationsblatt "Barriere:freie Unternehmen"
  • Sozialministerium, Richtlinie "Barriere:freie Unternehmen" 

Stand: 19.12.2017