Mobilitätszuschuss

Individualförderung zur Beruflichen Eingliederung von Menschen mit Behinderung (Sozialministeriumservice)


Gesetzliche Grundlagen:

  • Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG), § 6 Abs 2 lit f
  • BMASK Richtlinien Individualförderungen zur Beruflichen Eingliederung von Menschen mit Behinderung, GZ: 44.101/0037-IV/A/6/2012 - gültig ab 1.7.2012

Das Sozialministeriumservice kann einen einmaligen Zuschuss zu den Kosten, die mit der Suche nach einem Arbeitsplatz bzw. mit dem Antritt oder der Ausübung einer Beschäftigung verbunden sind gewähren.

Zielgruppe:Begünstigt behinderte Personen nach § 2 Abs 1 u. 3 BEinstG, denen aus behinderungsbedingten Gründen die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel unzumutbar ist. - Nachweis der Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel durch eine entsprechende Eintragung im Behindertenpass.

Zuschusshöhe: € 580

Ein Antrag (formlos) auf Gewährung eines Mobilitätszuschusses ist beim Sozialministeriumservice  (Achtung! ab 1.2.2016: Landesstelle OÖ, Zentrale Poststelle - Gruberstr. 63, 4021 Linz) einzubringen. Der Antrag auf Mobilitätszuschuss für das Jahr 2016 muss bis spätestens 31.12.2016 beim Sozialministeriumservice eingelangt sein. Kann die Überprüfung der Erfüllung der Fördervoraussetzung automatisch durchgeführt werden, ist kein Antrag erforderlich.

Bundesländer, in denen 1x jährlich ein Fahrtkostenzuschuss/Mobilitätszuschuss für Menschen mit Behinderung gewährt werden kann:

Land Niederösterreich - Mobilitätszuschuss:

Einmaliger Zuschuss zum behinderungsbedingten Mehraufwand im Privatbereich für begünstigt behinderte Personen, die folgende Voraussetzungen erfüllen

  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Gleichstellung
  • Hauptwohnsitz in NÖ
  • Zugehörigkeit zur Zielgruppe nach dem NÖ SHG
  • Rollstuhlfahrer oder gleichzuachtender Zustand
  • Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel
  • kein Erwerbeinkommen
  • kein Konnex zu einer beruflichen Tätigkeit (auch nicht geringfügig)
  • kein unbefristeter Pensionsbezug

Kontakt: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Soziales www.noe.gv.at

Land Oberösterreich - Fahrtkostenzuschuss:

für Rollstuhlfahrer oder schwer gehbeeinträchtige Menschen zwischen dem 15. und 65. Lebensjahr mit Hauptwohnsitz in OÖ, die nicht berufstätig sind (dazu zählen auch geringfügig Beschäftigte) bzw. in Ausbildung stehen. Einmaliger Zuschuss in Höhe von € 682,10 für Mehraufwendungen, die durch die erschwerte Mobilität bedingt sind. Für diesen Zuschuss gelten keine Einkommensgrenzen. Erforderlich sind folgende Zusatzeinträge im Behindertenpass: "ist überwiegend auf den Gebrauch eines Rollstuhls angewiesen" plus "Unzumutbarkeit der Benützung Öffentlicher Verkehrsmittel wegen dauernder Gesundheitsschädigung" (Variante 1) oder "Gehbehinderung" plus "Unzumutbarkeit der Benützung Öffentlicher Verkehrsmittel wegen dauernder Gesundheitsschädigung" (Variante 2). Der § 29b StVO Ausweis dient in diesem Fall nicht als Nachweis.

Land Tirol - Mobilitätszuschuss:

Einmaliger Mobilitätszuschuss (einkommensabhängig) für Menschen, die gehunfähig und nicht berufstätig sind. Nachweise: § 29b StVO Ausweis oder Befunde über Gehbehinderung (in diesem Fall entscheidet der Amtsarzt über das Vorliegen der Gehunfähigkeit). Kein Mobilitätszuschuss für Personen, die (a) berufstätig sind, (b) in Lehrausbildung stehen, (c) als arbeitssuchen beim AMS gemeldet sind oder (d) in einer aus Mittel des öffentlichen Haushaltes finanzierten Wohneinrichtung vollstationär untergebracht sind. Zum anspruchsberechtigten Personenkreis zählen zB Pensionisten; Kinder; nicht berufstätige Erwachsene. Die Antragstellung erfolgt formlos an die Tiroler Landesregierung, Abteilung Soziales oder an die zuständige Bezirkshauptmannschaft. Dem Antrag ist ein Einkommensnachweis beizufügen. Nähere Informationen dazu in der Tiroler Föderrichtlinie für Menschen mit Behinderung: auf www.tirol.gv.at (Pfad: Gesellschaft und Soziales - Soziales - Gesetze, Verordnungen und Richtlinien) oder beim Amt der Tiroler Landesregierung, Referat Rehabilitation/Behindertenhilfe).

Stand: 8.4.2016