Kündigungsschutz, besonderer

Ausgangslage:

Herr M. ist begünstigt behindert nach dem BEinstG. Er kann seinen erlernten Beruf als Maurer nicht mehr ausüben und strebt eine Tätigkeit als Portier an.

Anliegen:

Für die Firma XY wäre er der Richtige, jedoch steht einer Anstellung der besondere Kündigungsschutz bei begünstigt Behinderten oft im Wege. Dies auch deshalb, weil die Verantwortlichen des Dienstgebers aufgrund mangelnder Kenntnisse der aktuellen Rechtslage das Vorurteil „Einen Behinderten bringe ich ja nicht mehr an“ haben. 

Informationsweitergabe:

Informationen zum besonderen Kündigungsschutz:

  • Begünstigt behinderte Arbeitnehmer, die zum Zeitpunkt des Ausspruches der Kündigung bereits länger als 6 Monate beschäftigt waren, genießen einen besonderen Kündigungsschutz. NEU! Für ab 1.1.2011 neu begründete Arbeitsverhältnisse von bereits begünstigt behinderten Personen kommt der besondere Kündigungsschutz erst zur Anwendung, wenn zum Zeitpunkt des Ausspruches der Kündigung das Arbeitsverhältnis länger als 4 Jahre gedauert hat.
  • Der besondere Kündigungsschutz bezieht sich nur auf eine Kündigung. Eine Entlassung bei entsprechenden Verfehlungen des Arbeitnehmers wird davon nicht berührt.
  • Der besondere Kündigungsschutz gilt nicht für befristete Arbeitsverhältnisse. Das befristete Arbeitsverhältnis endet automatisch mit Ablauf der fixierten Zeit.

Informationen zu Dienstgeber-Förderungen:

Arbeitgeber können für die Beschäftigung von begünstigt behinderten Personen Förderungen erhalten, zB Entgeltbeihilfe.

Stand: 4.7.2012