Ausgleichszulage bei Auslandsaufenthalt

Ausgangslage:

Klientin bezieht zusätzlich zur Pension eine Ausgleichszulage. Sie meldete der Pensionsversicherungsanstalt, dass sie vom 2.6. bis 4.8.2018 ihren Urlaub im Ausland verbringe. Bereits im April 2018 hielt sie sich für insgesamt 4 Tage im Ausland auf.

Mit Bescheid teilte die Pensionsversicherungsanstalt der Klientin mit, dass sie für den im Bescheid angegebenen Zeitraum keinen Anspruch auf die Ausgleichszulage hätte, weil in dieser Zeit die Voraussetzungen des gewöhnlichen Aufenthaltes im Inland nicht vorliegen.

Anliegen:

Haben Auslandsaufenthalte Einfluss auf die Auszahlung der Ausgleichszulage?

Informationsweitergabe:

Anspruch eines Pensionsbeziehers auf eine Ausgleichszulage besteht nur, solange der Pensionist seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat.

Ein vorübergehender Aufenthalt im Ausland hat keine Auswirkungen auf den Bezug der Ausgleichszulage. Ein Auslandsaufenthalt ist vorübergehend, wenn er 2 Monate pro Kalenderjahr nicht übersteigt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Zweimonatsfrist in einem Stück oder aufgeteilt auf das ganze Jahr durch mehrere Auslandsaufenthalte zustande kommt. Laut Auskunft der Pensionsversicherungsanstalt fällt bereits ab dem 61. Tag im Ausland die Ausgleichszulage weg (der Kalendermonat wird dabei mit 30 Tagen gerechnet - gleichgültig, um welchen Monat es sich handelt).

Im vorliegenden Fall wurde die Zweimonatsgrenze im Kalenderjahr 2018 überschritten, da die Klientin zum gegebenen Zeitpunkt bereits mehr als 60 Tage im Ausland verbracht hat.

Stand: 15.7.2019