Einvernehmliche Auflösung

Grundsätzliches:

Bei einer einvernehmlichen Auflösung einigen sich ArbeitergerIn und ArbeitnehmerIn darauf, das Dienstverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu beenden.

Diese Vereinbarung ist grundsätzlich an keine Form gebunden (daher ist auch eine mündliche Vereinbarung gültig). Zu Beweiszwecken empfiehlt sich jedoch eine schriftliche Vereinbarung.

Die einvernehmliche Auflösung ist an keine Fristen oder Termine gebunden.

Es besteht ein Anspruch auf Abfertigung.

Bei Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen hat man Anspruch auf Arbeitslosengeld (ab dem 1. Tag der Arbeitslosigkeit).

Gefahren einer einvernehmlichen Auflösung:

Ein begünstigt Behinderter verzichtet durch die einvernehmliche Auflösung auf seinen besonderen Kündigungsschutz.

Da, wie oben erwähnt, keine Fristen einzuhalten sind, kann die Auflösung deutlich früher stattfinden, als bei einer ordentlichen Kündigung (bei der es starre Fristen und Termine gibt).

Wenn die Initiative für die einvernehmliche Auflösung von dem/der ArbeitnehmerIn ausgeht, hat er/sie gegenüber dem/der ArbeitgeberIn keinen Anspruch auf Freizeit für die Suche eines neuen Arbeitsplatzes (im Unterschied zu einer Kündigung durch den/die ArbeitgeberIn).

Aus den oben angeführten Gründen sollte vor der Unterzeichnung einer einvernehmlichen Auflösung der Rat einer rechtskundigen Person eingeholt werden.

Insbesondere ist hierbei zu prüfen, ob die Beendigungsansprüche (anteilige Sonderzahlungen, Urlaubsersatzleistung, offene Überstunden oder Zeitausgleich, usw.) korrekt berechnet wurden.

Quelle:

Stand: 14.7.2017